Die Gäste aus Lettes Partnergemeinde erlebten spannende Tage.

Quelle: Streiflichter

Was in den 1960er Jahren mit einem Besuch von Letteraner Berthold Kolacki in Plerguer begann, entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einer engen Freundschaft zwischen den heutigen Partner -gemeinden. Seit der offiziellen Partnerschaft, die 1968 besiegelt wurde, kommt es im zweijährigen Rhythmus zu wechselseitigen Besuchen. In diesem Jahr sind die Freunde aus der Bretagne zu Besuch, dabei wurde ihnen bereits Einiges geboten. Ein Highlight war die Kunstrasenplatzeröffnung.

In Lette angekommen sind die französischen Gäste am vergangenen Donnerstag, wo sie auf ihre Gastfamilien aufgeteilt wurden. Am Freitag standen dann die ersten Programmpunkte an. Unter anderem ging es nach Essen, um die Zeche „Zollverein" zu besichtigen. Ein erstes Highlight war das eigens für die Gäste organisierte Schützenfest. Hier schoss Smain Meddour den Vogel ab und ließ sich gebührend feiern.

Am Samstag hatten die Gäste dann eine ganz besondere Ehre: sie traten bei der offiziellen Eröffnung des neuen Kunstrasenplatzes der DJK Lette gegen die erste Seniorenmannschaft der Letteraner an. Das spannende Spiel endete" 3:2 für die Gastgeber - Spaß hatten dennoch alle Beteiligten.
Am Sonntag stand der offizielle Empfang für die Franzosen an. Dazu gab es im Saal Böinghoff ein leckeres Mittagessen. Der Nachmittag stand dann zur freien Verfügung.
Wesentlich „aktionsgeladener" dann der Montag, denn da stand abends das „Spiel ohne Grenzen" an, für . dessen Organisation die Mitglieder der KLJB verantwortlich waren. Wettmelken, Reifenweitwurf, Treckerziehen und Schwammwerfen waren einige der Disziplinen. Für viel Gelächter sorgte ein Wettkampf, bei dem es darum ging, wer die meisten Menschen in einen Kleinwagen bekommt.

Nach starken 16 Letteranern in einem kleinen Peugeot, legten die Gäste einen drauf und brachten gleich 17 Personen in dem Ge-fährt unter! Am morgigen Donnerstag geht die Reise für die Franzosen zurück in die Heimat, ehe es dann 2014 heißt „Rendez-vous a ´ Plerguer" - „Auf ein Wiedersehen in Plerguer!".

Redner beschwören beim Empfang der französichen Gäste den europäischen Geist.

Quelle: Allgemeine Zeitung Coesfeld

LETTE. Ein Bürgermeister (Öhmann), der mit dem Rad erneut nach Plerguer und eventuell sogar wieder zurück fahren will, ein Landtagsabgeordneter (Jostmeier), der sich einklinken wird, ein angekündigtes Freundschaftstreffen der Feuerwehren beider Orte: was für Nachrichten! Da darf man beim offiziellen Empfang bei Böinghoff auch schon mal um fast eine Stunde überziehen. Und dass die mehr als 200 deutsch-französischen Gäste offenbar keine Minute bereuten, zeigte der donnernde Schlussapplaus für die stimmgewaltige Sängerin Theresa Weiling (Letter Superstar). Standing Ovations für sie. Und damit entlud sich dann auch die ganze Begeisterung für den quicklebendigen deutsch-französischen Freundschaftsgeist. Allen voran natürlich die beiden Vorsitzenden der Partnerschaftskomitees, Petra Nevels (übersetzt durch Lisa Reuver) und Jean Luc Beaudoin (Dieter Frieling). Dabei knüpfte Nevels an das Motto aus dem vorangegangenen Festgottesdienst „Gemeinsam auf dem Weg” an. „Persönliche Beziehungen sind die ideale Grundlage für dauerhaften Frieden."

Applaus war ihr dafür ebenso sicher wie für Jean Luc Beaudoins Bestätigung dieser Worte: „Persönliche Begegnungen sind von essentieller Bedeutung." Die dabei entstandenen deutsch-französischen Familien und Kinder seien „der schönste und beste Beweis" quittierten die Gäste mit Lachen und Klatschen. Besonders freute ihn dabei, von 30 neuen und auch jungen Franzosen begleitet zu werden. Mahnende Worte, sich für ein lebendiges Europa einzusetzen, fanden Bürgermeister Öhmann und MdL Werner Jostmeier. „Europa ist und bleibt unsere Zukunft", so Öhmann. Jostmeier betonte dabei den „großartigen Wert der Komitee-Arbeit."
Unter anderem sprach auch Richard Beiring von Vorwärts Lette ein launiges Grußwort, in dem er im Hinblick auf sprachliche Hürden betonte: „Entscheidend ist zu spüren, was man im Herzen für diese Partnerschaft empfindet." Wie wahr!