Quelle: Streiflichter Coesfeld - else

Sind großer Vorfreude auf die Partnerschaftswoche “Lette-Plerguer” (v. l.) Lisa Reuver, Petra Nevels und Gerold Wilken

Gäste aus Plerguer reisen am 26. Juli nach Lette an. Umfangreiches Programm

Sind großer Vorfreude auf die Partnerschaftswoche “Lette-Plerguer” (von links) Lisa Reuver, Petra Nevels und Gerold Wilken

Die Vorfreude vieler Letteraner ist riesig: Sie fiebern nämlich der Ankunft der Busse aus der französischen Partnergemeinde Plerguer am 26. Juli entgegen. Darin sitzen rund 100 Besucher zwischen drei und 80 Jahren, die eine Woche lang die Gastfreundschaft der Letteraner genießen. „Sie sind in insgesamt 62 Familien untergebracht", berichtet Übersetzerin und Schriftführerin des Vereins „Lette-Plerguer", Lisa Reuver. Einige von ihnen fahren die rund 1000 Kilometer sogar mit dem Fahrrad und „sind dementsprechend bereits auf dem Weg hierher." Viele Familien und junge Menschen sind sich im Verlaufe dieser Partnerschaft [seit 1968) begegnet.

„Sie haben die Art zu leben und unsere Gewohnheiten kennen- und schätzen gelernt", betont Kassierer Gerold Wilken, der auch in diesem Jahr wieder eine Familie in seinem Haus aufnimmt: „Sie bekommen gleich zu Beginn unseren Haustürschlüssel und ein Fahrrad." Diese Vorgehensweise werde aber von jeder Gastfamilie eigenverantwortlich organisiert, fügt die I. Vorsitzende Petra Nevels hinzu. Die Gäste aus der Bretagne erwarten keinerlei Luxus, wie Gästezimmer oder ein eigenes Bad „selbst eine Matratze zum Schlafen ist völlig ausreichend." Das Programm der Partnerschaftswoche ist so vielfältig, dass sich die Franzosen kaum zu Hause aufhalten. „Wir haben über ein Jahr fleißig an diesem Programm gefeilt", sagt Nevels. Ein ganz wichtiger Punkt auf der To-Do-Liste stand die Beantragung der Schießerlaubnis. Denn die ist nötig, da in diesem Jahr erstmalig ein eigenes Schützenfest aufgezogen wird. In Kooperation mit den drei Letteraner Schützenvereinen wird mit einem echten Gewehr und echter Munition auf das Federvieh geschossen, dessen Zepter, Krone und Reichsapfel die Vogelbauer Bernd Vennemann und Werner Knüwer in den französischen Nationalfarben lackiert haben. Ob am Ende ein König oder eine Königin auf dem Thron sitzt, spiele keine Rolle, sagt Wilken. Wichtig ist: „Ein binationales Königspaar muss es sein." Und da eine Neuauflage im turnusmäßigen Rhythmus also 2016 nicht geplant ist, wird es definitiv eine lange Königswürde. Diese „Light"-Version eines Schützenfestes startet am 27. Juli 2012 mit dem Antritt samt Musikkapelle Holtwick um 16.30 Uhr an der Soccerhalle in Lette „und endet wenn der Letzte das Schützenfest am Sportplatz verlässt", grinst Wilken. Der Eintritt ist frei. Ein weiterer Höhepunkt lockt am 28. Juli um 16 Uhr auf den Sportplatz, wenn mit der Partie zwischen der DJK Lette und ESSM Plerguer der neue Kunstrasenplatz eingeweiht wird. Damit es mit der Verständigung klappt, hat Französischlehrerin Lisa Reuver bereits etliche Vokabeln im Vorfeld heraus gesucht, „die man mit Händen und Füßen nicht erklären kann." So beispielsweise die Firma „Krampe Kipper", der sie im Rahmen ihres Besuches des Industrieparks einen Besuch abstatten. Wenn sich die Gäste dann am 2. August auf die Heimreise machen, haben wir sicherlich erlebnisreiche Tage hinter uns", sagt Nevels erwartungsfroh und freut sich schon jetzt auf den Gegenbesuch im Jahr 2014. -else- Bild und Text: Streiflichter Coesfeld